Entdecken Sie, wie Urkräfte diese Flusslandschaft geformt haben.

Urgrund

In der ständigen Ausstellung Urgrund erfahren Sie alles über die Entstehung der Endmoränenlandschaft und des Flussgebiets. Wie riesige Eismassen während der letzten Eiszeit den Boden nach oben drückten und hohe Hügel bildeten, die Endmoränen genannt werden. Aufgrund des Klimawandels endete die Eiszeit. Das Eis zog sich zurück, der Meeresspiegel stieg und die Landschaft wurde weiter von den großen Flüssen geformt.

Mammut und weißer Wolf

Im Urgrund findest du Tiere, die hier vor Tausenden von Jahren umherliefen, und Wandersteine, die während der Eiszeit vom Gletschereis hierher gelegt wurden. So stehst du Auge in Auge mit einem Mammutschädel, der in Bergharen gefunden wurde. Diese wollhaarigen Mammuts (Mammuthus primigenius) lebten während der letzten Eiszeit in dieser Region. Vor etwa 10.000 Jahren veränderte sich die Landschaft durch den Klimawandel grundlegend, wodurch diesen Riesen immer weniger Lebensraum und Nahrung zur Verfügung stand.

Hier stehst du in diesem Saal auch Auge in Auge mit einem weißen Wolf (Canis lupus albus). Dieser Wolf ist ein Stück größer als sein Artgenosse, der graue Wolf (Canis lupus lupus), dem man heutzutage wieder in den Niederlanden begegnen kann. Schau doch einmal in unsere Dauerausstellung Die Schatzkammer des Flusses.

Große Flüsse

Einst bildeten die Endmoränen zwischen Arnhem und Nijmegen eine Einheit, entlang derer die Vorgänger von Rhein und Waal flossen. Nach einigen Jahrhunderten durchbrachen diese Flüsse die Endmoränen. Es entstand eine Lücke zwischen dem, was heute Arnhem und Nijmegen ist, wodurch die Waal und der Rhein nun nach Westen fließen. Diese Flussebene mit der Veluwe im Norden und Nijmegen im Süden wird De Gelderse Poort genannt.

Zu Beginn des Holozäns wurde das Klima wärmer und gemäßigter. Verzweigende Flüsse wandelten sich zu langsam mäandernden Flüssen wie dem Rhein und der Maas. Auch diese breiten, dynamischen Flüsse konnten große Teile Mittel-Niederlands unter Wasser setzen und ihren Lauf ändern. Um 250 v. Chr. wurde ein südlicher Rheinarm immer aktiver: der Waal. Durch natürliche Veränderungen erhielt dieser Arm eine kürzere Route zum Meer und führte immer mehr Wasser ab. Ab dem Mittelalter wurde der Waal zum Hauptstrom der niederländischen Flussdelta. Heute fließt zwei Drittel des gesamten Rheinwassers über den Waal ins Meer.

Strategischer Standort an der Waal

Dem aufmerksamen Besucher fällt auf, dass in diesem Ausstellungsraum Überreste eines weiteren Turms zu sehen sind. Dies sind die Fundamente eines Verteidigungsturms aus dem 13. Jahrhundert: der Werner von Heze-Turm. Dieser Turm ist der Vorgänger der Bastion. Es ist nicht verwunderlich, dass der Valkhofhügel und das Museum De Bastei solche Hotspots der Archäologie und Kulturgeschichte sind. Dieser hohe Ort (ein Flusssandfächer des Grundmoränenhügels) am Fluss ist schon seit der Römerzeit ein beliebter und strategischer Siedlungsplatz. Vom Hügel aus hatte man einen guten Blick über die Landschaft, und die Siedlung wurde durch diese natürliche Grenze, die Waal, geschützt.

So sieht man, dass der Fluss an dieser Stelle Stadt und Natur miteinander verbindet. Möchten Sie mehr über die Natur im Flussgebiet erfahren? Dann werfen Sie einen Blick in unsere Schatzkammer des Flusses.

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